neues Rentenpaket ab 2019 beschlossen

Monatelang haben die Parteispitzen von CDU/CSU und SPD über ein neues Rentenpaket verhandelt. Neue Maßnahmen sollen die staatliche Rente verbessern und stabilisieren.

neue Mütterrente:
Die Situation von sieben Millionen Müttern soll verbessert werden. Alle Mütter, die vor 1992 Kinder bekommen haben, erhalten einen halben Rentenpunkt zusätzlich. Ein Rentenpunkt bedeutet in Ostdeutschland aktuell 30,69 Euro im Monat, in Westdeutschland 32,03 Euro. Ein halber Rentenpunkt wären also etwa 15,35 bzw. 16,02 Euro monatliche Rente.

doppelte Haltelinie:
Was ist das denn werden Sie jetzt denken, klingt nach einer Bushaltestelle. Sie ist aber ein weiterer Eckpfeiler des Rentenpakets. Dahinter verbirgt sich eine Rentengarantie. Sie stellt sicher, dass das Rentenniveau bis 2025 auf dem heutigen Stand von 48% bleibt. Gleichzeitig sollen die Beiträge bis dahin von aktuell 18,6% auf maximal 20% steigen.

verbesserte Erwerbsminderungsrente:
Zukünftig sollen Menschen, die wegen Krankheit in Frührente müssen, bei der Rentenberechnung behandelt werden, als würden sie bis zum aktuellen Rentenalter arbeiten. Bisher wurde ihnen nur eine Arbeit bis zum 62. Lebensjahr angerechnet.

Entlastung von „Midi“-Jobbern:
Beschäftigte mit geringem Einkommen sollen entlastet werden. Das Rentenpaket sieht eine Anhebung der Einkommensgrenze für die vollen Sozialbeiträge von 850 auf 1.300 Euro vor. Wer mehrere Jahrzehnte gearbeitet hat, Kinder großgezogen hat und Angehörige gepflegt hat, soll darüber hinaus bereits nach 35 Beitragsjahren eine „Grundrente“ erhalten, welche 10% über der Grundsicherung liegt.

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